ALIA Spatenstich in Weiherhammer

Am Freitag, 06. Februar 2026, fiel der offizielle Spatenstich für die Bebauung des ALIA-Areals im Rahmen des Projekts „Agil leben im Alter“ (ALIA) in Weiherhammer. Mit dem Baustart beginnt die Umsetzung eines zukunftsweisenden Vorhabens für generationenfreundliches Wohnen und Leben in der Gemeinde inkl. Kinderhaus, Begegnungszentrum und weiteren Einrichtungen.

Das Projekt verfolgt das Ziel, den mittlerweile in der Gemeinde etablierten neuen Modellen für Bildung, Beratung, Unterstützung, Betreuung, Sorge und Pflege eine räumliche Heimat zu geben und weitere im und für den sozialen Nahraum zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sollen Wohnen, Begegnung, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe für alle Generationen verknüpft werden. Auf dem rund 14 000 m² großen ALIA-Areal an der Hauptstraße entstehen Wohn- und Gewerberäume, ein Begegnungszentrum sowie weitere Nutzungen, darunter das neue Pfarrheim der Katholischen Kirche Weiherhammer.

Bauherren des Vorhabens sind die ALIA GmbH und die Gemeinde Weiherhammer in einer Bauherrengemeinschaft. Die ALIA GmbH ist eine Projektträgergesellschaft, die aus dem Modellprojekt ALIA der Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung hervorgegangen ist. Die LUCE Stiftung koordiniert die Entwicklung, Vernetzung und Umsetzung der Angebote vor Ort zusammen in einer Innovations- und Verantwortungsgemeinschaft mit der Gemeinde Weiherhammer und weiteren Institutionen, wie z. B. dem Kooperationspartner SEGA e.V..

Die bauliche Umsetzung nach der europaweiten Ausschreibung übernimmt die Firma MATEK aus Berlin, hinter der das gleichnamige, international tätige Unternehmen aus Estland steht. Realisiert wird das Projekt nachhaltig durch Modul- und Elementbau. Ab der Kellerkante und um die Treppen- und Aufzugschächte werden alle Kubaturen in 100% Holz hergestellt. Die Planung stammt vom Architekturbüro Christian Schönberger aus Oberviechtach.

Der Bau ist öffentlich gefördert, unter anderem durch Mittel des Freistaats Bayern im Rahmen der PflegesoNah Förderrichtlinie.

Der Spatenstich wird bewusst in einem kleinen Rahmen durchgeführt und markiert den offiziellen Start der Bauarbeiten. Ein Hebfest im Mai 2026 soll in größerer Runde gefeiert werden, wenn die Module des Projekts aufgerichtet werden und weitere Partner sowie Gäste eingeladen sind.

Mit dem ALIA-Projekt setzt Weiherhammer einen wichtigen Impuls für eine zukunftsorientierte, generationenfreundliche und sozial integrierte Gemeindeentwicklung, die neue Wege in der Versorgung, Betreuung und Teilhabe beschreibt und nimmt damit den nächsten Schritt zur „generationenfreundlichen Gemeinde“.

Die Fertigstellung des Baus ist in der ersten Jahreshälfte 2027 geplant und das Projektvolumen umfasst ca. 30 Mio. Euro. Weitere Details zum Projekt werden im Laufe des Jahres 2026 im Rahmen des Baufortschrittes bekanntgegeben.

Veröffentlichungen & Berichterstattung:

Delegationsreise aus Assam: LUCE Stiftung organisiert und begleitet internationale Bildungsreise durch Deutschland

Die LUCE Stiftung hat gemeinsam mit der Abteilung Internationale Bildung des ÜBZO eine Delegationsreise aus Assam, Indien, von A bis Z organisiert und begleitet – weit über den Besuch in Weiherhammer hinaus.

Als im iMOVE-Netzwerk (Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) für Berufsbildung) gelisteter Anbieter haben wir uns für die Organisation der Delegationsreise beworben und wurden aus rund zehn Interessenten ausgewählt – ein starkes Signal für die Expertise der Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung und des ÜBZO – Überbetriebliches Bildungszentrum in Ostbayern in der Internationalisierung der beruflichen Bildung.

In einer rund vierwöchigen Organisationsphase haben Magdalena Kellner und Carina Adam gemeinsam mit dem verantwortlichen Professor Parameswar K. Iyer aus Assam das komplette Programm von der Abholung am Flughafen, der Besuchsanfragen bei den einzelnen Institutionen, der Planung der gemeinsamen Mahlzeiten und aller benötigten Zwischenstopps geplant – unterstützt von FIVE Point Reisen.

Die Delegation bestand aus Professor Parameswar K. Iyer der im Aufbau befindlichen Swahid Kanaklata Barua State University in Gohpur, die als erste Universität Assams einen klaren Fokus auf technologieorientierte Berufsbildung und Zukunftsfähigkeiten legen soll. Sie wurde ergänzt durch zwei Vertreter des Bildungsministeriums des Bundesstaats Assam sowie einen Repräsentanten von iMOVE Indien, Arunachalam Karthikeyan. Ziel der Reise war es, das deutsche duale Ausbildungssystem besser kennenzulernen und geeignete Partner für den berufsorientierten Aufbau der neuen Universität zu gewinnen.

Den Auftakt bildete die Ankunft in Berlin am 29. November mit Empfang am Flughafen, einem kulturellen Rahmenprogramm und einem Besuch beim indischen Botschafter am darauffolgenden Tag, um die Reise politisch und diplomatisch einzubetten. Weiter ging mit einem informativen Austausch an der TU Dresden und im Überbetrieblichen Bildungszentrum der Bau Bildung Sachsen e.V., wo die Delegation durch Martin Streiber theoretische und praktische Facetten moderner Berufsbildung in Deutschland kennenlernte.

In Weiden begrüßte die OTH Amberg-Weiden die Gäste mit Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach, dem International Office und einem ehemaligen indischen Studenten; Laborführungen machten die Verzahnung von anwendungsnaher Hochschulbildung und regionaler Wirtschaft sichtbar.

In Weiherhammer präsentierten die LUCE Stiftung und das ÜBZO die Innovationskraft der Region: Nach der Begrüßung durch Severin Hirmer, Vorstandsvorsitzender der LUCE Stiftung, und der Vorstellung unserer Stiftungsarbeit sowie C4TRENDS GmbH durch Florian Waldeck stellte Carina Adam das ÜBZO mit dem Schwerpunkt Internationale Bildung vor. Im Fokus standen dabei Projekte wie TRAINME, mit denen das ÜBZO seit Jahren duale Berufsbildungsansätze in Ländern wie Südafrika gemeinsam mit Hochschulen und staatlichen Stellen implementiert und weiterentwickelt.

Ergänzt wurde dies durch Einblicke in internationale Ausbildungskonzepte von Tobias Kick (BHS Corrugated), Beiträge von stv. Landrat Albert Nickl und Stephan Roth (TTZ) sowie eine Führung durch Ausbildungswerkstatt und Future Lab – gekrönt von der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding als Basis für weitere Zusammenarbeit.

Im weiteren Verlauf besuchte die Delegation das Unternehmen Lucas-Nülle GmbH in Kerpen, in Bonn standen Termine an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und beim BIBB inklusive iMOVE auf dem Programm, um Systemberatung, Qualifizierung und Bildungsmarketing im internationalen Kontext kennenzulernen. Ein Besuch in Köln inkl. Universität zu Köln und Abschlussmeeting rundete die Reise ab, bevor die Delegation von Frankfurt aus am 5. Dezember nach Indien zurückreiste.

Aktuell wird der Projektbericht verfasst und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit der entstehenden Universität in Assam erarbeitet. Der verantwortliche Professor hat bereits Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit, insbesondere an Anknüpfungen an das TRAINME-Projekt und unsere Expertise im Aufbau dual orientierter Curricula, sowie bei der Einrichtung hochmoderner technischer Werkstätten, signalisiert.

Ein besonderer Dank gilt neben unseren regionalen Partnern auch Nicole Riedl, die die Delegation organisatorisch und im laufenden Projektmanagement eng begleitet hat – sowie dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab für die verlässliche Unterstützung.