Auftakt ins Programmjahr Sorge, Pflege und Teilhabe

Starke Kooperation mit der Akademie Ostbayern-Böhmen e. V.

Die LUCE Stiftung war am Samstag, den 28.02.2026 im Future Lab Gastgeber für den Kooperationspartner Akademie Ostbayern-Böhmen e. V. (AOB). Deren Jahressymposium „Sorge, Pflege und Teilhabe als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ führte in das AOB-Programmjahr 2026 ein. Zeitgleich war die Veranstaltung auch Auftakt zum Jubiläumsjahr „10 Jahre LUCE Stiftung“. Denn das AOB-Programmjahr wurde im Rahmen des Projekts ALIA erarbeitet.

Die kostenfreie Veranstaltung besuchten 90 Personen, die sowohl als zivilgesellschaftliche Akteure als auch als Vertreter der Sorge- und Pflegepraxis, Politik und Wissenschaft teilnahmen. Dies verbuchen die Veranstalter als großen Erfolg. Denn das Ziel war es, jene Personen und Bereiche zusammenzubringen, um gemeinsam auf die Zukunft von Sorgearbeit, Pflege und Teilhabe zu blicken.

In den drei Impulsreferaten und einer abschließenden Diskussion, moderiert von Birgit Renner von Paraplü Sozialraumentwicklung, wurde dies gleichfalls deutlich. Die Verschränkung informeller und formeller Strukturen von Sorge und Pflege im Sozialraum und mit kommunaler Verantwortung ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe für hilfebedürftige Menschen aller Generationen. Zudem können sorgende An- und Zugehörige als Partner in der Versorgung unterstützt und entlastet werden. Das niederländische Modell Buurtzorg (dt. Nachbarschaftspflege) dient dabei als Vorbild: Ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention bildete hierfür den Rahmen.

Die Referent*innen waren Kornelia Schmid (Pflegende Angehörige e.V.), Julian Wendland (Buurtzorg Deutschland, Team München) und Dr. Klaus Schulenburg (Bayerischer Landkreistag).

Für die Besucher wurde Teilhabe zudem anschaulich und am eigenen Leib erfahrbar. Denn die Veranstaltung begann mit einer gemeinsamen demenzpräventiven Bewegungseinheit nach den GESTALT-Prinzipien mit der Übungsleiterin Sabine Schuchardt. Zudem gab Gerhard Müller als Koordinator der Nachbarschaftshilfe Weiherhammer Einblick in die Verschränkung informeller und formeller Sorge und Pflege im Sozialraum mit kommunaler Verantwortung.

„Besser wäre es, mich würde es nicht mehr brauchen“. Diese Aussage des Refrenten und der Pflegefachperson Julian Wendland gibt für den ALIA-Projektleiter Dr. David Rester einen Ausblick auf eine künftig notwendige Sorge- und Pflegekultur und fasst das Jahressymposium gut zusammen.

Mit Infoständen waren ebenfalls die mehrfach ausgezeichnete gemeindliche Nachbarschaftshilfe Helfen mit Herz Weiherhammer und das gemeindliche Projekt „Präventions-Lotse (PL) für eine sorgende Gemeinde Weiherhammer“ dabei. SEGA e. V. bot als wichtiger Kooperationspartner im Projekt ALIA den Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, den Demenzsimulator auszuprobieren.

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