Künstliche Intelligenz für den Mittelstand

Vierte Ausgabe der Netzwerkveranstaltung in Weiherhammer

Rund 90 Teilnehmende folgten der Einladung der Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung, fortiss und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden zur vierten Ausgabe der Konferenz „Best Practice Digitalisierung & Künstliche Intelligenz für den Mittelstand“.
Die Veranstaltung bot einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen rund um KI-Anwendungen, Deep Learning, Robotik und praktische Automatisierungslösungen – und stieß dabei auf großes Interesse der Anwesenden. Bereits zur Begrüßung durch Severin Hirmer (LUCE Stiftung), Prof. Dr. Clemens Bulitta (OTH Amberg-Weiden) und Dr. Wolfgang Köhler (fortiss) wurde deutlich, wie stark die Themen Digitalisierung und KI den Mittelstand beschäftigen.

Im ersten Vortrag führte Dr. Severin Kacianka (fortiss) in die Welt der KI-Agenten ein und zeigte auf, wie moderne Agentensysteme künftig betriebliche Abläufe unterstützen können. Mit großem Interesse folgte das Publikum anschließend der Präsentation von Forschenden des Technologietransferzentrums (TTZ) Neustadt a.d. Waldnaab, die anhand konkreter Beispiele erläuterten, wie Deep-Learning-Methoden heterogene Datenquellen erschließen und für das Wissensmanagement nutzbar machen.

Nach einer intensiven Networking-Pause, in der bereits zahlreiche Gespräche und fachlicher Austausch stattfanden, ging es weiter mit einem Blick in die Robotik: Es folgten spannenden Einblicke in multimodales Policy Learning, das robotische Systeme befähigt, aus menschlichen Demonstrationen zu lernen. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete ein praxisnaher Beitrag von Johannes Ostner (42 Coding Solutions). Er zeigte, wie KI und Automatisierung bereits heute erprobbar und gewinnbringend im Mittelstand eingesetzt werden können – von einfachen Automatisierungslogiken bis zu intelligenten Workflows und ersten Agentenlösungen.

Im Anschluss klang die Veranstaltung mit einer weiteren Networking-Phase aus. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen, Erfahrungsaustausch und dem Aufbau neuer Kontakte.

„Wir sind mit der Resonanz, der offenen Atmosphäre mit intensivem Austausch und den Vorträgen mit hohem Praxisbezug sehr zufrieden“, so Florian Waldeck, Geschäftsführer der C4TRENDS GmbH und Organisator der Veranstaltung. Einer fünften Ausgabe im neuen Jahr stehe damit nichts im Wege.


Die KI-Veranstaltung fand im Rahmen des Jubiläumsprogramms zu 10 Jahre Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung statt. Weitere Veranstaltungen und Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter https://www.luce-stiftung.de/jubilaeum/

Gemeinsam mit Johannes Ostner (42 Coding Solutions) bietet die C4TRENDS GmbH einen kompakten Einstieg in die KI‑Welt und zeigt, wie Microsoft Copilot effektiv genutzt wird – von klaren Prompting‑Grundlagen über praktische Anwendungen in M365 bis hin zu erweiterten Möglichkeiten mit individuellen Agenten und Automatisierungen.

 

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Auftakt ins Programmjahr Sorge, Pflege und Teilhabe

Starke Kooperation mit der Akademie Ostbayern-Böhmen e. V.

Die LUCE Stiftung war am Samstag, den 28.02.2026 im Future Lab Gastgeber für den Kooperationspartner Akademie Ostbayern-Böhmen e. V. (AOB). Deren Jahressymposium „Sorge, Pflege und Teilhabe als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ führte in das AOB-Programmjahr 2026 ein. Zeitgleich war die Veranstaltung auch Auftakt zum Jubiläumsjahr „10 Jahre LUCE Stiftung“. Denn das AOB-Programmjahr wurde im Rahmen des Projekts ALIA erarbeitet.

Die kostenfreie Veranstaltung besuchten 90 Personen, die sowohl als zivilgesellschaftliche Akteure als auch als Vertreter der Sorge- und Pflegepraxis, Politik und Wissenschaft teilnahmen. Dies verbuchen die Veranstalter als großen Erfolg. Denn das Ziel war es, jene Personen und Bereiche zusammenzubringen, um gemeinsam auf die Zukunft von Sorgearbeit, Pflege und Teilhabe zu blicken.

In den drei Impulsreferaten und einer abschließenden Diskussion, moderiert von Birgit Renner von Paraplü Sozialraumentwicklung, wurde dies gleichfalls deutlich. Die Verschränkung informeller und formeller Strukturen von Sorge und Pflege im Sozialraum und mit kommunaler Verantwortung ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe für hilfebedürftige Menschen aller Generationen. Zudem können sorgende An- und Zugehörige als Partner in der Versorgung unterstützt und entlastet werden. Das niederländische Modell Buurtzorg (dt. Nachbarschaftspflege) dient dabei als Vorbild: Ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention bildete hierfür den Rahmen.

Die Referent*innen waren Kornelia Schmid (Pflegende Angehörige e.V.), Julian Wendland (Buurtzorg Deutschland, Team München) und Dr. Klaus Schulenburg (Bayerischer Landkreistag).

Für die Besucher wurde Teilhabe zudem anschaulich und am eigenen Leib erfahrbar. Denn die Veranstaltung begann mit einer gemeinsamen demenzpräventiven Bewegungseinheit nach den GESTALT-Prinzipien mit der Übungsleiterin Sabine Schuchardt. Zudem gab Gerhard Müller als Koordinator der Nachbarschaftshilfe Weiherhammer Einblick in die Verschränkung informeller und formeller Sorge und Pflege im Sozialraum mit kommunaler Verantwortung.

„Besser wäre es, mich würde es nicht mehr brauchen“. Diese Aussage des Refrenten und der Pflegefachperson Julian Wendland gibt für den ALIA-Projektleiter Dr. David Rester einen Ausblick auf eine künftig notwendige Sorge- und Pflegekultur und fasst das Jahressymposium gut zusammen.

Mit Infoständen waren ebenfalls die mehrfach ausgezeichnete gemeindliche Nachbarschaftshilfe Helfen mit Herz Weiherhammer und das gemeindliche Projekt „Präventions-Lotse (PL) für eine sorgende Gemeinde Weiherhammer“ dabei. SEGA e. V. bot als wichtiger Kooperationspartner im Projekt ALIA den Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, den Demenzsimulator auszuprobieren.

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