Neue Ansätze für Hilfe und Pflege in sorgenden Gemeinden

Amtschef des Sozialministeriums und Vorsitzende des ALIA-Kuratoriums zu Besuch bei der LUCE Stiftung

Ende April nahmen sich der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, Dr. Markus Gruber sowie Staatsministerin a.D. Emilia Müller, Vorsitzende des ALIA-Kuratoriums, reichlich Zeit für Ihren Besuch in der Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung.

Zunächst informierte Prof. Dr. Erich Bauer, Vorstandsvorsitzender der LUCE Stiftung, im Future Lab über den Beitrag der laufenden und geplanten Stiftungsarbeit zur Entwicklung der Wissensregion Oberpfalz. Das Future Lab, das auch mit Mitteln des Sozialministeriums in Höhe von 2,1 Millionen Euro realisiert wurde, trägt dazu bei, die Aus- und Weiterbildung an die Digitalisierung anzupassen sowie die Zivilgesellschaft hierfür zu sensibilisieren. „Das Future Lab und die Ausbildungswerkstatt sind unser neues Aushängeschild in der Region“, schwärmt Dr. Erich Bauer. Eine Führung durch die Ausbildungswerkstatt des Überbetrieblichen Bildungszentrums in Ostbayern (ÜBZO) veranschaulichte dies eindrücklich.

Im Anschluss erläuterte Projektleiter Dr. David Rester den Ansatz und Entwicklungsstand im Projekt Agil leben im Alter (ALIA) als Modell für Altern und kommunale Demografieresilienz im ländlichen Raum. Dabei standen insbesondere neue Ansätze für Hilfe und Pflege zur Entwicklung sorgender Gemeinden als gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Vordergrund. Denn diese können u.a. mit niederschwelligen Beratungs- und Bildungsangeboten im sozialen Nahraum Hilfe- und später Pflegebedürftigkeit gesundheitsförderlich und präventiv beeinflussen. Die bisherigen Erfolge im Projekt ALIA konnten entsprechend mit Hilfe des vom Sozialministerium geförderten Modellprogramms der „Aktiven generationenfreundlichen Gemeinde“ Weiherhammer, einer Förderung der Nachbarschaftshilfe sowie auf Basis des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts (SPGK) für den Landkreis realisiert werden.

In der weiteren Diskussion standen die Weiterentwicklung und ein möglicher Transfer dieser Erfolge auf andere ländliche Gemeinden in der Oberpfalz und Bayern im Mittelpunkt. Schließlich wurde noch über die Entwicklung gemeindenaher Nachbarschaftspflegen, als strukturierte Kooperation ambulanter Pflege und beispielsweise der Nachbarschaftshilfe diskutiert. Die Gesprächspartner werden hierzu auch mit der Unterstützung des ALIA-Kuratoriums in Kontakt bleiben.

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